Pädagogisches Konzept

Die grundlegende Idee unserer Gemeinschaftsschule ist, dass alle unsere Schüler*innen gemeinsam lernen, von der Schulanfangsphase bis zu dem Schulabschluss, der ihren jeweiligen Kompetenzen am besten entspricht. Dadurch bieten wir allen unseren Schüler*innen die Chance, in der gesamten Schulzeit bei uns zusammen zu bleiben und die individuelle Freiheit, sich nicht zu früh oder zu spät auf einen bestimmten Schulabschluss festlegen und getrennte Wege gehen zu müssen.

Das Ziel unserer Gemeinschaftsschule ist es, mehr Chancengleichheit zu schaffen; vor allem durch Formen des individuellen Lernens und unabhängig von den jeweiligen Lernvoraussetzungen und vom familiären Umfeld der Kinder und Jugendlichen. Unsere Gemeinschaftsschule bietet ein besonders vielfältiges und differenziertes Lernangebot mit fächerverbindenden und projektorientierten Unterrichtsformen, welches jede Schülerin und jeden Schüler nach ihren oder seinen Fähigkeiten fordert und fördert.

Wir folgen einem ganzheitlichen und durchgängigen pädagogischen Konzept mit wissenschaftlich abgesicherten und in der Praxis bewährten Lern- und Lehrmethoden – frei von pädagogischen oder konfessionellen Dogmen. Wir pflegen eine offene Schulkultur mit internen und externen Evaluationen der Unterrichts- und Ganztagsqualität.

Klassensituation

Unser Schulleben besteht aus Unterricht, Ganztagszeiten, Mittagsband, Studierzeiten, Konsultationen, Klassenstunden und Klassenrat, Pausen, gemeinsamen Mahlzeiten, Arbeitsgemeinschaften, Schul- und Klassenfesten, Früh- und Spätbetreuung, Ferienprogramm, sportlichen Aktivitäten, Wettbewerben, freiem Spielen auf unserem Schulhof und in den Früh- und Spätbetreuungsräumen, Entspannen in gemütlichen Ruhezonen, Lesen und Stöbern in den Leseecken und in unserer Schulbücherei sowie Exkursionen und Ausflügen in und um Berlin.

Die enge und gleichberechtigte Zusammenarbeit unserer Erzieher*innen und Lehrer*innen findet sich in der gesamten Organisation unserer Schule wieder: im Organigramm, im Leitungsteam, in den Gremien, im Team-Teaching, in den Mitarbeiterräumen sowie an der gemeinsamen Arbeit am Schulinternen Curriculum. Lehrer*innen und Erzieher*innen gestalten unser Schulleben gemeinsam und übernehmen auch gemeinsam die Verantwortung für Klassenkonferenzen, die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens, Elternabende, Elternsprechtage, Elterngespräche, Projekttage, Klassenfahrten und Vertretung.

Klassenlehrer*in und Bezugserzieher*in einer Klasse treffen sich wöchentlich für Absprachen und Planungen, ebenso wie die Teams der Erzieher*innen und Lehrer*innen, gemeinsam unterrichtende Team-Teacher und AG-Leiter. Darüber hinaus gibt es Sitzungen des gesamten Teams und der Fachbereiche sowie gemeinsame Team-Tage, Fort- und Weiterbildungen und auch Teilnahmen an Tagungen und Konferenzen. Bei allen Gemeinsamkeiten und der professionellen und konstruktiven Zusammenarbeit sind sich unsere Lehrer*innen und Erzieher*innen ihrer besonderen Rollen, Aufgaben und Arbeitsgebiete bewusst und handeln im Schulalltag dementsprechend.

Blick in einen Klassenraum

An der Platanus Schule Berlin sehen wir das Handeln unserer Pädagog*innen als die entscheidende Einflussgröße für den Lernerfolg unserer Schüler*innen. Maßgeblich sind dabei sowohl die Persönlichkeit der jeweiligen pädagogischen Fachkraft als auch das konkrete fachliche Handeln (z. B. didaktisch, methodisch, erziehungswissenschaftlich) und dessen Wirkung auf die Schüler*innen und deren individuelle Lernergebnisse. Unsere Pädagog*innen sehen ihre zentrale Aufgabe nicht darin, die festgelegten Inhalte eines abstrakten Curriculums im Unterricht oder im Ganztagsprogramm „durchzunehmen“, sondern allen Schüler*innen durch vielfältige Formen der Erarbeitung, Vertiefung und gegenseitigen Rückmeldung erfolgreiche individuelle Lernprozesse in allen Fächern und Themenbereichen zu ermöglichen.

Der schülerbezogene Unterricht und die Ganztagsangebote an unserer Schule sind kompetenzorientiert angelegt, d. h. wir vermitteln nicht nur neues Wissen und neue Verfahren (Oberflächenstruktur), sondern erarbeiten ein nachhaltiges Verständnis des neu Erlernten sowie die Vernetzung mit bereits vorhandenem Wissen, bekannten Verfahren, Modellen, Theorien und Weltbildern (Tiefenstruktur). Bei der Unterrichts- und Angebotsplanung antizipieren unsere Pädagog*innen unterschiedliche Lernwege, mögliche Lernschwierigkeiten und hilfreiche Lernunterstützungen. Konkret bedeutet das, dass wir den Unterricht zielorientiert gestalten, z. B. durch Binnendifferenzierung, Team-Teaching, Fördern und Fordern in Kleingruppen, fächerverbindende Projektarbeit, Gruppen- und Partnerarbeit, Diskussionen, Präsentationen, Lernmethodentraining, medienunterstützten Unterricht, aber auch durch klassische Formen und Methoden wie Frontalunterricht, insbesondere in Instruktionsphasen, den Einsatz von Fibeln zum Lesenlernen und verschiedene Diktatformen.

Die Schule ist der Ort, an dem sich die Schüler*innen einen großen Teil ihres jungen Lebens aufhalten. Hier lernen sie nicht nur, sondern entwickeln im Zusammenspiel mit ihren Mitschüler*innen, Erzieher*innen und Lehrer*innen ihre Persönlichkeit. Diese Entwicklung begleiten und unterstützen wir im Unterricht wie auch in den Ganztagsangeboten und sind uns dabei unserer verantwortungsvollen Aufgabe bewusst.

Als zentralen Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit sehen wir die natürlichen Eigenschaften von Kindern und Jugendlichen, die Dinge des Lebens aufgeschlossen und voller Neugier zu betrachten und Freude am Entdecken und Begreifen zu empfinden. Diese Eigenschaften möchten wir in unserem geschützten schulischen Rahmen bestmöglich bewahren, hervorbringen und fördern. Dabei verfolgen unsere Lehrer*innen, Erzieher*innen, Schüler*innen und Eltern gemeinsam das Ziel, eine Schulgemeinschaft zu schaffen, in der für alle ein sicheres, motivierendes und erfolgreiches Lernen möglich ist.